Dem Ende entgegen

Bernau am Chiemsee. Ein kleiner Ort südöstlich von München. Wunderschön. Klein. Überschaubar. In der Nähe des Chiemsee’s liegt unsere Residenz während der Zeit, in welcher wir mit Samsa in die Hundeschule gehen. Hinter uns die Berge, wo unter anderem auch das bekannte Garmisch-Patenkirchen liegt. Schön.

Die Hundeschule selber ist anspruchsvoll. Clarissa, die Hundetrainerin, unterrichtet mit Harmonie statt Dominanz, Ruhe statt bösen Worten und immer mit Besonnenheit. Eine spannende Art, den Hund zu trainieren.

Bei Samsa liegt das Problem tief. Eine nicht optimal verlaufene Kastration in ganz jungen Jahren, fehlende Mutterliebe, da sie mit ihren Geschwistern direkt nach der Geburt in einer Kartonkiste vor das Tierheim gelegt wurde und nie erhaltenes Training im ersten Lebensjahr.

Das Hundetraining aber scheint nach ein paar Tagen Wirkung zu zeigen. Bewusst werden gemütliche Spaziergänge durchgeführt, die Reize mit Distanz beobachtet und Samsa wird mit Leckerchen belohnt, wenn sie den Reiz sieht aber nicht bellt. Zuerst mit gefühlten fünfzig Metern Abstand und dann immer näher. Gegen Schluss der Hundeschule geht dies bereits mit sehr nahen, vorher undenkbaren, Distanzen.

Clarissa erklärt alles, zeigt es vor und es klappt. Toll zu sehen, dass Samsa solche Fortschritte macht.

Ein negativer Punkt ist eine Ecke direkt vor dem Haus. Man sieht nicht um die Ecke und das macht es schwierig. Wie es das Schicksal so will, ist jedes Mal, wenn wir diese Ecke laufen, irgendetwas dahinter. Sei es ein Hund, ein Mensch mit Fahrrad oder ein Auto. Irgendwas ist immer. Man gewöhnt sich daran.

Am Ende der Hundeschule wird uns noch Steffi vorgestellt. Sie ist aus Zürich und wird die Art von Training, wie es Clarissa durchführt, in der Schweiz anbieten. Praktisch für uns, denn Bernau am Chiemsee liegt nicht gerade in der Nähe von Bern. Mit unserem Bus brauchen wir dafür gegen acht Stunden. So werden wir in Zukunft das Training bei Steffi weiterführen.

Nach zwei Wochen ist das Training zu Ende und wir machen uns auf den Weg an den Tüttensee. Ein kleiner Moorsee in der Nähe von Bernau. Wunderschön, zum Baden einladend, mit Restaurant direkt am See aber auch mit unglaublich vielen Mücken. Sowieso erlebt die Region gerade eine richtige Mückenplage. Einheimische teilen uns mit, dass das schon ewigs nicht mehr so schlimm war. Doch Anti Brumm sei dank, können wir es trotzdem geniessen.

Und etwas geniessen wir noch viel mehr. Tom kommt uns besuchen. Er bleibt eine Woche und hat dafür extra einen VW Bus gemietet. So schön!

Wir bleiben vier Nächte am Tüttensee und können gut entspannen.

Die Gemütlichkeit, Toms morgendliche Schwimmsessions, die Sonne und feiner Wein bestimmen diese Zeit.

Sogar der Landwirt, der eines Abends mit seinem Mäher um uns herum das Gras mäht, nimmt es gelassen und lässt uns auf seinem Grundstück stehen. Lustig sieht es aus, da er alles um uns herum mähen konnte, aber dort wo wir mit unseren Bussen standen, hat er das hohe Gras stehen lassen. Auch nach mehrmaligem Nachfragen sollen wir einfach stehen bleiben. Witzig.

Wir machen uns auf den Weg nach Österreich. Einen schönen Platz haben wir in Hochkrimml, zwischen Innsbruck und Kitzbühel gefunden. Direkt am Stausee.

Das Wetter macht mit und wir geniessen die landschaftliche Schönheit hier oben. Österreich stand wie Deutschland auch nicht auf unserem Reiseplan. Doch es lohnt sich! Deutschland sowieso. Die Landschaft ist traumhaft schön. Österreich ist bis jetzt auch wunderschön.

Der Stausee, eiskalt mit Schmelzwasser gefüllt. Also eiskalt ist etwas übertrieben. Aber es fühlt sich an wie 15-17’C. Trotzdem nehmen wir ein erfrischendes und reinigendes Bad.

Am zweiten Tag zieht allerdings nachmittags Regen auf. Nicht massiv, aber die Sonne ist weg. Heidi und Tom unternehmen trotzdem eine tolle Wanderung um den Stausee. Zwei Stunden benötigen sie dafür. Wie vorher angekündigt:).

Tom ging dann am Freitag nach Hause. Eine lange Fahrt vor sich. Danke Tom für die tolle Zeit, welche wir mit dir erleben durften! Es war super!

Wir sind dann noch an ein anderes Plätzchen am Stausee gefahren und stehen immer noch hier.

Unsere letzten Tage, bevor es nach Bern geht. Zurück nach Hause. Zurück zu unseren Familien und Freunden. Zurück in den wohl rasch wieder einkehrenden Alltag.

Wir freuen uns auf Bern und alles, was wir damit verbinden.

Nun geniessen wir aber noch die letzten Tage in Österreich, bevor es dann via Süddeutschland nach Bern geht.

Wir sind gespannt auf die Heimkehr. Wir freuen uns auf die Wohnung im Ostring, auf die neuen/alten Nachbarinnen und Nachbarn und auch, um Samsa ein stabiles Zuhause geben zu können.

Bis bald ihr Lieben!

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