Deutschland, wir kommen

Nachdem wir Caen hinter uns gelassen und Pläne für die kommenden Wochen geschmiedet haben, sind wir aufgebrochen, um gegen Osten zu fahren. Richtung Deutschland. Unsere Schlafplätze suchen wir aufgrund des Wetters meist im Wald, wo wir unter Bäumen etwas Schutz vor dem Regen finden.

Eine längere Fahrt steht uns bevor. Wir werden Paris umfahren und in der Nähe von Reims einen tollen Wald anpeilen. Aus den geplanten fünf Stunden Fahrt werden es schlussendlich 7 Stunden, da wir mit unserem Bus nicht mehr als 100 km/h fahren.

Unsere Fahrt endet am Lac du Der. Vorher gönnen wir uns in einer kleinen Pizzeria leckeres Nachtessen, da wir nach der langen Fahrt null Bock auf Kochen haben. Da die Besitzerin Angelo falsch verstanden hat, gibt es finalement drei Pizzen – dafür noch zwei Biere geschenkt. Perfekt!

Der Platz im Wald ist super. Nebem dem Lac du Der, wo man super spazieren gehen kann. Nachts fahren die Fischer auf den selben Parkplatz. Etwas mühsam, da der Schlaf immer wieder unterbrochen wird. Aber wir sind ja freiwillig hier.

Auch die Sonne zeigt sich am nächsten Tag. Tut gut.

Unser nächster Schlafplatz befindet sich in Saint-Mihiel. Ein geschichtlich wichtiger Ort für die Menschen hier und grausam, welche Historie dahinter steckt. Hier verlief die Grenze zwischen den beiden ersten Bataillons Frankreichs und Deutschlands. Sieben Meter zwischen dem Graben der ersten Linie Frankreichs und dem Graben der ersten Linie Deutschlands. Man will sich die Szenen gar nicht erst vorstellen müssen.

Trotz dieser geschichtlichen Tatsache ist der Platz wunderschön. Die Aussicht über die Ebene der Lorraine, die gelben Rapsfelder und die rauschenden Wälder. Schön.

Unsere Fahrt Richtung Deutschland geht weiter. Über die alte Grenze auf einem „Pass“ oder Hügel führt uns nach Saarbrücken. Dort erkunden wir die angestrebten Schlafplätze. Ist aber nichts und zack, innerhalb einer Stunde sind wir wieder in Frankreich. In der Nähe von Obersteinbach finden wir ein super tolles Plätzchen an einer grandiosen Waldlichtung.

Wir schreiben hier unsere ersten Bewerbungen für Arbeit und Wohnung. Mehr verraten wir dazu später.

Den Platz hier geniessen wir. Die Sonne scheint, zum Spazieren ist es super. Wir können mal wieder draussen kochen. Wunderbar.

Am nächsten Abend hatten wir vor, uns im Dorf unten was feines zum Essen zu besorgen. Wir fuhren runter ins Tal. Alles zu. Ein Restaurant hatte offen. Da sie aber nichts für Take Away haben, jedoch Mitleid mit uns zeigten, schenkten sie uns ein Brot. Hehe. Fantastisch. Also die Geste, das Brot ist typisches Landrestaurant-Brot. Aber wir sind happy. Das zählt.

Auf dem Weg zu Nicola und Stefan, fahren wir in Rastatt vorbei. Dort kann Angelo bei einem Handyflicker die Ladebuchse des Smartphones günstig reparieren bzw. auswechseln lassen.

Dann endlich, das Wiedersehen mit den beiden tollen Menschen, die wir in Portugal an der berühmt berüchtigten Pizza-Night kennengelernt haben. Nicola und Stefan. Alias Nici und Stefan. Mit Robert, dem ins Alter gekommene Hund.

Das Wetter stimmt, die Stimmung auch. Wir machen erstes Treffen zwischen Samsa und ihrem Hund Robert. Nach kurzem Bellen verstehen sich die beiden. Samsa wird in den nächsten Tagen Robert ein paar Mal zum Spielen herausfordern wollen. Jedoch meist ohne positive Reaktion.

Wir kochen, sie kochen, wir gehen Flammkuchen essen, trinken Wein und Bier, Frühstücken auf der Terrasse, machen Wäsche, dumme Witze und spannende Diskussionen.

Zudem unternehmen wir jeden Tag spannende Spaziergänge. Kürzere, aber auch wunderschöne längere Spaziergänge in dieser bezaubernden Gegend um Pforzheim. Vor allem das „wow“ Eyachtal ist eindrücklich schön.

Nach ein paar Tagen wendet sich das Wetter von Sonnenschein zu starkem Regen und so wird alles etwas mühseeliger. Die Spaziergänge, die Laune und auch draussen Frühstücken muss gestrichen werden.

Umso mehr erfreuen wir uns der wiederkommenden Sonne für die restlichen Tage.

Nachdem wir uns glücklich aber auch bisschen wehmütig verabschiedet haben, machen wir uns auf den Weg zur Burg Teck. Ein super Parkplatz zum Übernachten mit einem sehr schönen Wald im Rücken und Grillplätzen auf den Wiesen. Von den Wiesen aus hat man eine fantastische Aussicht über das ganze Tal unter uns.

Auch das Wetter macht mit.

Am letzten Abend grillen wir auf einer für uns überdimensionierten Feuerstelle. Der Sonnenuntergang ist grandios.

Die Fahrt geht weiter Richtung Münsingen (DE). Ein paar letzte Einkäufe und ab zum Hofgut Hopfenburg. Marika, Adrian, Levi und Lilja kommen uns ein paar Tage besuchen. Wir haben und riesig darauf gefreut. Und noch umso grösser ist die Freude beim Wiedersehen. Sie haben eine Art Zirkuswagen gebucht und wir wollten eigentlich mit unserem Bus bei ihnen stehen. Ging jedoch nicht – das Bild musste stimmen und verkraftete keine Fahrzeuge bei den Zirkuswagen. Also haben wir uns nach kurzer Diskussion entschieden, dass wir ebenfalls einen Zirkuswagen – Heidewagen – buchen. Kostet etwas mehr, aber im Nachhinein hat sich dies absolut gelohnt.

Wir haben gemeinsam gegrillt, diskutiert, geschwätzt, gespielt, waren spazieren und aperölen mit toller Aussicht. Haben gekocht und gelacht.

Es waren vier super lustige und entspannte Tage mit ihnen. An Adrians Geburtstag sind sie dann wieder nach Bern zurück.

Uns hat es nach dem Abschied Richtung Bernau am Chiemsee getrieben. Wir sind momentan etwas oberhalb von München und entspannen hier an einem Baggersee in der Nähe von Freising und Zolling.

Am Montag gehts los mit der zweiwöchigen Schule für Samsa. Wir sind gespannt.

Bis bald ihr Lieben. Geniesst das warme Wetter!

Wir haben euch lieb

Heidi und Angelo

und Samsa 🐾

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