Auf nach Irland

Wir sind schlussendlich noch ein paar Tage in der Region um Leõn geblieben. Samsa soll sich bestmöglich von der Kastration und den dazugehörigen Medikamenten erholen können.

Also sind wir kurzerhand aufgebrochen und haben zu zweit die Küste bei Gijon und Oviedo besucht. Eine Region im Norden Spaniens. Ungefähr hundert Kilometer von Santander entfernt.

Die Küste ist felsig. Die Strände sind wunderschön. Eine besuchenswerte Gegend.

In der Umgebung von Gijon haben wir einen schönen Platz am Meer gefunden, wo wir übernachteten. Ein grosser Strand mit mehreren Möglichkeiten zum wild Stehen.

Leider ist das Wetter nicht gerade gutbesonnen und es regnet zwischendurch. Aber fast mehr zu schaffen macht der andauernde Wind.

Wir fahren in die Stadt Gijon, um uns diese anzuschauen. Auf dem Weg fahren wir durch eine riesige Industriezone, wo wohl die meisten Windräder ganz Südeuropas gefertigt werden. Ein riesiges Gelände, gefüllt mit parkierten Rohren, welche mal die Säule eines Windrads darstellen werden. Beeindruckend.

Gijon selber entspricht nicht so unseren Vorstellungen einer schönen sehenswerten Stadt. Und der Regen macht das ganze nicht viel attraktiver. Zudem scheint in dieser Stadt die Finanzkrise ihre Spuren hinterlassen zu haben. Viele, sehr viele Betriebe sind geschlossen und die Liegenschaften stehen zum Verkauf.

Wir entscheiden uns kurzerhand ins nahe gelegene Oviedo zu fahren. Dort soll es eine Strasse geben, wo es eine Sidreria nach der anderen hat. Sidreria’s sind Gastrobetriebe, wo man den typischen Sider aus der Region geniessen kann. In Oviedo bleiben wir dann auch mehrere Tage. Uns gefällts. Die Stadt bietet viel an alten Gebäuden, Kathedralen, römischen Zeugnissen, usw.

Von Oviedo aus machen wir einen Ausflug ins benachbarte Gebirge und gehen dort Wandern. Das Wetter machte gut mit und wir kamen auch gut ins Schwitzen. Sportlich.

Als es dann am nächsten Tag wieder zu regnen begann, sind wir kurzerhand ins Einkaufszentrum gefahren, wo sich auch der gelbe schwedische Riese befand. Wir wollten ja noch unseren Bus bisschen anpassen, damit Samsa dann auch Platz findet.

Nach unserem mehrtätigen Ausflug in diese Region sind wir wieder nach Leõn gefahren, um Samsa definitiv abzuholen, damit unsere Reise weitergehen kann.

Ein letztes Nachtessen mit Cristina und Ruben und am darauffolgenden Tag gings dann los Richtung Santander. Unsere Fähre nach Irland ist für den 28. März gebucht.

Wir fuhren gemeinsam mit Samsa wieder an die Küste und haben schlussendlich an einem schönen und gemütlichen Platz, ungefähr fünfzig Kilometer vor Santander noch drei Tage verbracht. Spazieren gehen, Spielen, Trainieren, Futtern, Spazieren gehen, Spielen, Trainieren usw.

Wir wollen Samsa bestmöglich auf die bevorstehende Reise auf der Fähre vorbereiten. So vergehen die Tage bis zum Fährtag im Nu und es gefällt. Klar, es gibt Momente, wo wir uns fragen, ob wir uns da etwas schwieriges aufgebrummt haben. Aber dann siehst du die schnellen Fortschritte, die Samsa bei uns macht und du bist wieder total zufrieden. Vor allem Heidi gibt sich enorm viel Mühe und leistet verblüffenden Einsatz für und mit Samsa. Wow!

Der 28. März ist da. Letzter Tag in Spanien. Sonnig und warm. Schön. Wir laufen an den Strand und Spielen mit Samsa im Sand. Macht Spass.

Der Fährtag nach Cork, Irland ist ebenfalls da. 26-29 Stunden auf der Fähre. Mit Samsa. Wir haben eine Kabine gebucht, wo wir mit Samsa die Zeit überbrücken können.

Die Kabine ist toll. Sogar eine eigene Dusche gibt es. Für uns seit dem Beginn der Reise ein purer Luxus. Es fliesst sogar heisses Wasser aus der Dusche. Yeeeah.

Pünktlich und in ruhigem Gewässer sind wir dann am Freitagabend in Coph Irland angekommen. Die Sonne scheint.

Mit dem Bus fahren wir erstmal nach Cork und übernachten auf einem Parkplatz nahe einer Kirche. Am nächsten Morgen gehen wir die UCC Die University College Cork besuchen, wo Heidi ein Jahr lang studiert hat. Wunderschöne Gebäude, riesiges Gelände. Top! Wir laufen noch bisschen durch die Quartiere und finden das Haus, wo Heidi damals wohnte.

Nun ging es weiter zur Südküste ans Meer. Links fahren! Beim gefühlten ersten Kreisverkehr übersieht Angelo fast ein Auto von rechts. Knapp, aber gerade noch rechtzeitig gebremst.

An den Linksverkehr muss man sich zuerst mal gewöhnen, nachdem wir auf der Reise seit fünf Monaten immer rechts gefahren sind.

Die Strassen sind katastrophal. Überall Schlaglöcher, Bodenwellen, kaputte Seitenränder. Horror. Man gewöhnt sich auch an das – irgendwann.

Die Landschaft aber hat es in sich. Grüne Wiesen, Trockensteinmauern wohin das Auge reicht, kleine und grosse schmucke Häuser. Irland halt. Traumhaft.

Wir fahren nach Kinsale und gönnen uns dort zum Mittag einen Spaziergang durch den schönen typisch irischen Ort. Zum Mittagessen bestellen wir bei “Catch of the Day” einmal Fish&Chips. Lange her seit dem letzten Fisch. Dieser hier schmeckt aber grandios. Am Morgen gefangen und frisch zubereitet. Weiter fahren wir via nach Tragona bei einer alten Burgruine. Dort übernachten wir. Die Aussicht ist wunderschön.

Am nächsten Tag fahren wir Richtung Westen. Auch hier wieder überall wunderschöne Natur. Einen kurzen Halt für einen Spaziergang machen wir an einem wunderschönen See, umgeben von einem Wald mit kleinen Bauten. Hier hausen Feen im Wald.

Auf dem Weg zu unserem Nachtlager besuchen wir noch den “Drombeg Stone Circle”. Eine Art kleiner Stonehenge. Beeindruckend, was die Menschen früher bereits zustande gebracht haben.

Einen kurzen Halt machen wir in Skibbereen, wo wir eine Tea-Pause vorhaben. Es ist Sonntag. Fast alles hat zu ausser die Bar. Ist ja Sonntagmorgen. Der überaus freundliche Barkeeper macht uns für zwei Euro einen Tee und eine grosse Tasse feinen Kaffee. Sympathisch.

Unser Ziel ist aber ein Platz an der Küste. Direkt am Meer.

Hier übernachten wir und geniessen die Sonnenstrahlen. Typisch für Irland zeigt sich dann auch noch der starke Wind. Doch auch typisch für Irland ist dieser nach einer Stunde wieder weg und die Sonnenstrahlen übernehmen wieder den Himmel.

Heute ist der erste April. Kein Scherz.

Wir sehen am Morgen, dass es unglaublich viel Müll rumliegen hat. Also machen wir mal wieder eine kleine Reinigungsrunde.

Heute hat Samsa Geburtstag. Ein Jahr alt ist unsere neue Gefährtin. Wir haben noch einiges an Training vor uns, doch sind zuversichtlich, dass es mit ihr klappen wir.

Heute ist ebenfalls der 160. Tag, seit wir unterwegs sind. Es tut gut, mal eine Auszeit vom Arbeitsleben zu nehmen. Ist empfehlenswert.

Bis bald ihr Lieben.

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