Zurück in Europa

Wir sind zurück in Europa und irgendwie fühlt es sich an, wie wenn wir ein Stück nach Hause gefahren sind. Spanien, hat schon was.

Angekommen in Tarifa sind wir als erstes Mal zur Wäscherei gefahren. Musste sein nach 4 Wochen Marokko. Im Anschluss an die textile Wäsche mussten wir unbedingt auch unseren Bus vom marokkanischen Sand befreien. Also ab ging es in die Autowaschanlage. Was da alles runter kam. Unglaublich.

Die erste Nacht verbrachten wir dann mitten in Tarifa auf einem grossen Stellplatz für Wohnmobile. Nichts schönes, aber praktisch gelegen.

Wir wollten bereits vor der Reise nach Marokko die grosse Sanddüne in Valcevaqueros anschauen gehen. Als wir dort waren, da kam auch gerade bisschen Marokko Stimmung auf. Mit dem Bus durch die Sanddüne fahren. Also, es hat natürlich mitten durch die grosse Sanddüne eine geteerte Strasse.

Bevor es dann nach Portugal weiterging, sind wir noch kurz bei Volks-Haus nahe Sevilla vorbeigefahren, da wir checken wollten, ob mit dem Tank alles in Ordnung ist. Dort angekommen, wechselten wir noch den Luftfilter, da dieser durch den Sand und Staub etwas gar in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Weiter ging es nun nach Portugal. Vor allem im Süden hat es noch paar Plätze und Ortschaften, die wir nicht missen wollten.

Den ersten Stopp machten wir in Albufeira.

Hat was, diese Küstengegend. Überall hohe Klippen, Wellen die an den Felsen brechen und hohe Wasserfontänen verursachen.

Hier haben wir einen wunderschönen Schlafplatz direkt an den Klippen gefunden.

Von Albufeira aus wollten wir an die Pizza-Night gehen. Eine Party mitten im Nichts. Jeden Freitag. Seit 9 Jahren. Die Pizza-Night wird von einem Deutschen organisiert, der mithilfe gegen 20 Freiwillige die Kommune durch die Pizza-Night finanziert.

Nach gut 20 Kilometern waren wir bereits an diesem viel gehörten Ort. Es waren schon gegen 30 andere Busse und Lastwagen dort, deren BesitzerInnen auch das gleiche vor hatten – sich für 10 Euro den Magen vollschlagen oder einfach Party machen. Die Pizzen waren sehr lecker.

An der Pizza-Night haben wir Nicola und Stefan kennengelernt. Gemeinsam mit ihre Hund Robert reisen sie auch durch Südeuropa. Mit ihnen durften wir dann mehrere Tage gemeinsam geniessen.

Am nächsten Tag, mit etwas wenig Schlaf sind wir mit ihnen an den nahegelegenen See gefahren und haben dort einen sehr gemütlichen Abend verbracht. War Schön!

Am nächsten Morgen wurden Haare gelassen. Wenn man längere Zeit im Bus und unterwegs lebt, dann versteht man ziemlich schnell wieso. Mehr ist in gewissen Bildern zu entdecken.

Von diesem See aus sind wir dann weiter nach Lagos gefahren. Ein schöner kleiner Ort an der Küste. Dort angekommen: Regen. Das erste Mal seit Mitte November hat es auf unserer Reise geregnet.

So haben wir zum ersten Mal unseren eingebauten Tisch aufgestellt und bisschen Indoor-Arbeiten erledigt, im Innern gegessen, die Standheizung genutzt und auch einfach rumgehangen.

Am nächsten Tag war es etwas besser und wir haben uns Lagos angeschaut. Die Altstadt ist ein Besuch wert. Hat was diese Gemütlichkeit in Lagos. Viele Restaurants und Cafés laden zum Verweilen ein. Nach dem leckeren Mittagessen haben wir uns infolge des erneuten Regens wieder im Bus verkrochen.

Der Morgen danach. Die Sonne scheint, die Wärme ist zurück, Joggingschuhe angezogen und los gings mit Joggen. Dies immer auch mit dem vorausgehenden Plan, im Anschluss lecker Essen zu gehen. Leider stand das gewünschte Menu nicht zur Verfügung. Nach erneutem Rumlaufen und der Feststellung, dass die meisten Restaurants zu hatten, haben wir uns entschieden, halt doch auf die ursprüngliche Ernährungsweise zurückzugreifen und sind im Bus was kochen gegangen. So solls sein.

Nach einer ruhigen Nacht sind wir nach Sagres gefahren. Das westliche Ende der alten modernen Welt, bevor Kolumbus Amerika entdeckte. Heute ist es „einfach“ das westliche Ende des kontinentalen Europas.

Sagres ist schön. Schön windig. Aber auch der Ort hat was. Nach dem Erkunden des kleinen Ortes sind wir etwas nördlicher an die Küste gefahren. Unser Schlafplatz für diese Nacht. Diesen haben wir nach gefühlten 3000 Kilometern Schotterpiste gefunden. Ein Traum. Auf einer Klippe mit 360 Grad Weitsicht. Wow!

Wow auch der Wind! Da hat es gewindet. Unglaublich. In der Nacht hatte man oft das Gefühl, dass der Bus nächstens kippt. So ging eine Nacht mit eher wenig Schlaf vorüber. Eigentlich wollten wir am nächsten Tag eine schöne Küstenwanderung erleben. Doch der massive Wind hat uns die Lust dazu verdorben.

Als wir dann erneut Kontakt mit Nicola und Stefan aufnahmen, fuhren wir gemeinsam mit ihnen an den Hippie-Strand „Praia Barranco“. Ein schöner Strand mit toller Aussicht.

Dort gingen wir dann nach einer erholsamen Nacht die vorher geplante Küstenwanderung machen. Halt einfach an einem anderen Ort. Wunderschön hier.

Vom Praia Barranco aus gingen wir dann am Sonntag an den bekannten Hippiemarkt in Barao de Sao Joao. Es sollte ein spannender und gemütlicher Sonntag werden. Feines Essen, viel Trödel, eher wenig selbstgemachtes Handwerk und viel Sonnenschein.

Nach dem Hippiemarkt und mit vollem Bauch sind wir zu einem Platz im Wald gefahren, um dort zu schlafen. Was für ein schöner Platz. Mitten im Pinienwald und trotzdem reichlich Sonnenschein. Im hinteren Teil des Platzes standen Windräder. Schon erstaunlich, was die für Geräusche produzieren. Klingt, als würde die ganze Zeit ein Flugzeug anfliegen. Aber immer noch besser, als neben einem Kernkraftwerk oder einem Kohleabbauwerk zu stehen.

Den anschliessenden Tag verbrachten wir mit Feuer machen, selber Gemüse-Soja-Burger herstellen, Glut erhalten und fein essen. Schon spannend, wenn ein Tagesplan damit gefüllt wird, dass wir lecker essen können. Spannend.

Nach einem lustigen Abend mit Liederraten, Wörterraten und vor allem Lachen sind wir weiter nach Vila Nova de Milfontes gefahren. Dort angekommen, haben wir die Joggingschuhe gebunden und den Ort springend erkundet. Eigentlich wollten wir hier für die Nacht bleiben, doch der Wind an der Küste hat diesen Plan geändert. Wir gingen Duschen, Einkaufen und fuhren gemeinsam mit Nicola und Stefan nördlich an einen See. Ein schöner Ort! Ruhig, in der Nacht dunkel und erholsam.

Mittlerweile sind wir vier Monate unterwegs. Die Zeit vergeht und trotzdem vermissen wir unsere Familie, unsere Freunde und Bern als Ort.

Falls es jemanden interessiert: Das gesetzte Budget konnten wir bisher super einhalten.

Bis bald.

Das nächste Mal werden wir nördlicher schreiben. Wir reisen weiter nach Nazaré, Porto und dann Nordspanien.

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