Salam aleikum Marokko

In Algeciras angekommen hiess es, Ticket an verschiedenen Standorten um den Hafen herum verhandeln. Nach gefühlten 200 „Reisebüros“ haben wir ein passendes Angebot gefunden. Zum Mittagessen waren wir beim Pakistani. Wow, war das lecker!

Wir fuhren anschliessend noch zum Einkaufen, da die Situation für veganes Essen in Marokko nicht so ausgebaut ist. Ausser, man isst täglich Tajine.

Zum Schlafen sind wir nahe zum Hafen gefahren, da unsere Fähre am nächsten Morgen um 7.50 Uhr ablegte. Richtung Ceuta. Zwar auf dem afrikanischen Kontinent, aber zu Spanien gehörend.

Die Überfahrt mit der Fähre dauerte eine Stunde. In Ceuta mussten wir uns step-by-step den Einreiseposten ergeben. Zuerst natürlich die Papiere, dann nochmals Kontrolle. Anschliessend die Einfuhr des Busses nach Marokko und die abschliessende Waffen- und Drogenkontrolle durch die marrokanische royale Polizei.

Und da waren wir: Marokko. Land der tausend und einer Tajinen. Oder so ähnlich.

Um die erste Nacht zu verbringen, fuhren wir weiter nach Asilah, etwas unterhalb Tanger im Westen Marokkos. Zu Asilah gehört eine bezaubernde Medina (Altstadt). Dort haben wir den Sonnenuntergang und den Abend verbracht.

Wir fuhren weiter nach Moulay Bousselham. Etwas weiter südlich. An einer Lagune gelegen. Hier sind wir der Lagune entlang spaziert, haben den grossen Strand erkundet und uns im Souk mit Früchten und Gemüsen eingedeckt.

Was uns hier bereits aufgefallen ist: das Abfallproblem Marokkos! Nichts wird recycelt bzw. effektiv entsorgt. Kehricht-Verbrennung funktioniert in Marokko nicht wirklich, da sie alles zusammen wegwerfen. Auch den biologischen Abfall, was dazu führt, dass die Wärme bei der Verbrennung nicht erzeugt werden kann. Viele nehmen halt einfach ihren Müll und entsorgen ihn auf der Strasse, im Wald, beim Nachbarshaus, usw.

Für den Abfall muss Marokko definitiv eine Lösung finden!

Wir sind in unserem Bus weiter nach Casablanca gefahren. Also nach Casablanca rein. Mitten rein. Ins Getümmel. Gemeinsam mit dem marrokanischeb Verkehrssystem. Hier musst du schön gut konzentriert fahren. Du weisst nie, wirklich nie, wie korrekt dich das entgegenkommende Fahrzeug kreuzt.

In Casablanca haben wir die grosse Moschee am Meer besucht. Es ist die weltgrösste Moschee ausserhalb von Mekka.

Mehr hat Casablanca leider nicht wirklich zu bieten. Es ist ein Moloch, laut, dreckig, staubig.

Also, fuhren wir weiter nach Sidi Kaouki, halbe Stunde unterhalb Essaouira.

In Sidi Kaouki haben wir tolle Menschen kennengelernt.

In Sidi Kaouki gibts nicht viel. Paar Surf Shops, 2-3 Restaurants, 2 Campings und das wars auch schon. Den langen Strand gibt es noch. Genau. Der ist klasse! Riesig. Flach.

An diesem Strand haben wir 2 Nächte an einem wilden Platz verbracht. Wunderschön. Am Morgen gibt es Besuch von Händlern auf Eseln. Diese bieten verschiedene Waren an. Brot, Schokoladenbrot, frische Fische, Schmuck usw.

Am späteren Nachmittag machten wir uns jeweils auf den Weg, für das Lagerfeuer Holz zu suchen. Die Nächte sind kühl in Marokko. Umso schöner ist es, am Lagerfeuer mit lieben Menschen tolle Gespräche zu führen und gemütlich Tee zu trinken.

Eigentlich wollten wir von Sidi Kaouki aus nach Essaouira und dann weiter nach Marrakesch reisen. Die Wettervorhersagen liessen uns aber dann eine andere Entscheidung getroffen und fuhren weiter südlich nach Imsouane. Auch wunderschön. Noch bisschen mehr Surferfeeling als in Sidi Kaouki. Dort haben wir wieder die tollen Leute getroffen. Mit ihnen haben wir eine ganz tolle Zeit erlebt. Spannende Diskussionen, lustige Abende draussen, Zusammenkommen im Café und sogar Surfen waren wir. Wir haben für umgerechnet CHF 6 Surfbrett und Neopren ausgeliehen und uns in die Wellen – oder eher Weisswasser – gestürzt. War wirklich lustig!

Nach Imsouane ging es zurück in den Norden. Unterwegs nach Sidi Kaouki haben wir bei einer Cooperativa noch Amlou gekauft. Das ist ein Brotaufstrich aus Argan Öl und verschiedenen anderen Zutaten. Lecker.

Noch zwei Nächte sind wir mit der tollen jungen Familie aus Freiburg (D) in Sidi Kaouki geblieben und sind gemeinsam mit ihnen weiter nach Essaouira.

In Essaouira haben wir am Strand unseren Bus parkiert und sind die schöne Medina anschauen gegangen. Gemütlich ist es dieses Essaouira. Etwas gar touristisch, aber trotzdem gemütlich und entspannt. Es wurde ein richtig toller Tag mit tollen Eindrücken. Am Abend sind wir in einem wirklich fantastischen Restaurant essen gegangen. So quasi als Abschluss des Besuchs von Essaouira und dem bevorstehenden Abschied von den neuen Freunden aus Deutschland.

So machten wir uns am nächsten Tag auf nach Marrakesch. Anders als Essaouira. Definitiv anders. Die Fahrt führte an verschiedenen kleinen Dörfern vorbei, die Landschaft wurde immer wie karger und da waren wir nun. Marrakesch. Stadt der Düfte oder eher Gerüche, Stadt des Handels, Stadt der Zauberei und Schlangenbeschwörer.

Die Stadt erdrückt einen fast ein bisschen. So viele Menschen in diesem Durcheinander von kleinen Gassen, grossen Plätzen und verwinkelten Sackgassen. Wir haben hier zwei Tage verbracht und gefühlte vier Tage Energie verbraucht.

Wie es weitergeht auf unserer Reise durch Marokko, nächstes Mal. Wir machen uns nun auf den Weg über den hohen Atlas.

Bis bald.

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