Der Sonne nach

Da es nach der Zeit in Almería im Süden leider wettertechnisch ziemlich ungemütlich aussah, haben wir uns quick und kurz auf den Weg gemacht und sind 50 Kilometer wieder nördlich gefahren. Ziel war ein Strand zwischen San José und Las Negras. An diesem wunderschönen Strand haben wir beim Beach Cleaning Sarah und John aus Frankreich kennengelernt. Zwei ganz herzliche Vanlifers, die wir sofort ins Herz geschlossen haben!

Mit ihnen haben wir eine sehr unterhaltsame Zeit erlebt.

Nach dem Beach Cleaning (8 volle Säcke in 25 Minuten) wollten wir eigentlich zum Punkt der Übernachtung übergehen. Jedoch kam in diesem Moment die zwei-Personen-Kavallerie der Parkpolizei und hat uns höflich mit andauerndem Blaulicht mitgeteilt, dass es an diesem Strand leider nicht möglich sei, die Nacht zu verbringen. Also machten wir uns gemeinsam mit Sarah und John auf den Weg, um den eindrücklichen Ort zu finden, wo wir die Nacht verbringen würden. Eine alte Goldmiene.

Am Morgen wurden wir mit einem fantastischen Sonnenaufgang geweckt. Was hinter uns und vor dem Berg stand, hat uns ziemlich sprachlos gemacht. Eine riesige verrostetet und heruntergekommene Goldmiene. Hier wurde in den Zeiten um 1920/1930 Gold geschürft. 28 Gramm pro 1 Tonne haben sie gefunden. Dementsprechend sieht auch das Hinterland aus, in welchem das Gold gesucht wurde. Alles ist voller Höhlen, Krater, Gruben oder auch Sacklöcher.

Die Gegend fasziniert. Schnell erkennt man, dass hier viel Gold gelegen oder immer noch vorhanden ist. Man kriegt Suchfieber.

Nach einem tollen frischgemahlenen Morgenkaffee machten wir uns auf den Weg, um in dieser Gegend ebenfalls nach Gold zu suchen. Einen ganzen Tag lang verbrachten wir damit, eine Höhle nach der anderen zu erleuchten und mit Licht nach den Goldadern zu suchen.

Ob wir was gefunden haben oder nicht, das bleibt unser Geheimnis. Es hat auf jedenfall riesig Spass gemacht, bisschen die Zeit des Goldfiebers zu erleben.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg, um eine tolle Küstenwanderung nach Las Negras zu erleben. In dieser Region gibt es unendlich viele wunderschöne Wanderungen, welche immer wieder bis an die Klippen führen. Grandios!

Die Wanderung führte via Las Negras zu einer Küste, von wo aus man eine tolle Sicht auf das letzte effektive Aussteigerparadies Europas geniesst. Den Ort nennen wir aus schutztechnischen Gründen für die Leute dort nicht. Aber die auch jetzt zu hörende Musik gibt einem das Gefühl, dass hier im Sommer ziemlich tolle Erlebnisse zu geniessen sind.

Den Abend verbrachten wir am schönen Strand „Playa de Genoveses“. Ruhe, Gemütlichkeit und wenig Bussli waren vorzufinden. Der Vollmond war auch hier omnipräsent. Wunderschön. Hell. Schlafraubend.

Den folgenden Tag verbrachten wir mit einer anderen Küstenwanderung. Wir folgten der Spur zum Playa de Monsûl, der rechts und links des Strandes mit Lavasteinen Eindruck hinterlässt. Die schöne Wanderung führte bei verschiedenen Pflanzen vorbei. Auch eine grosse Herde Ziegen kreuzten unseren Weg.

Am Strand angekommen, genossen wir in einer Lavasteinhöhle ein gemütliches Mittagessen.

Um dem Abend noch etwas schönes zu geben, haben wir mit Sarah und John beim Leuchtturm abgemacht. Dort kamen wir in den Genuss eines nie zu vergessenden Sonnenuntergangs. Wow!

Der Morgen danach war auch schon wieder mit einem Highlight bestückt. Mad und Pau meldeten sich am Vorabend zum morgendlichen Kaffee an. Der Tag sollte auch dieses Mal wieder richtig toll und erlebnisreich werden. Mad und Pau machen Acroyoga, Slacklining und auch Highlining. Wir liessen uns am Strand Acroyoga von ihnen erklären. Erstaunlich, wo der Körper überall Muskeln hat oder hätte.

Auch an diesem Strand machten wir wieder Beach Cleaning. Ein 60 Liter Sack an einem 40 Meter Strandstück war das Resultat. Danke übrigens der Plastikindustrie, dass sie die Plastikteile farbig machen. Erleichtert das Aufsuchen der kleinen Teile im Sand. Es ist beschämend, wie viel Müll überall rumliegt. An jedem bisherig betretenen Strand fanden wir Müll. Überall.

Am nächsten Tag hiess es leider Tschüss bzw. Auf Wiedersehen sagen.

Sarah und John werden wir wohl erst Mitte 2019 oder so wieder treffen.

Mit Mad und Pau gingen wir noch den Einkauf im Carrefour tätigen. Wer ab und zu in Spanien unterwegs ist und gerne BIO Produkte kauft, ist im Carrefour richtig.

Nach dem Kaffee hiess es auch gegenüber Mad und Pau Tschüss sagen. Sie beide werden wir eventuell wieder in Marokko oder so treffen. On verra.

Wir machten uns nun auf den Weg weiter gegen Süden. Nach 2 Stunden Fahrzeit bei orkanartigem Wind sind wir vor Malaga an den Strand gefahren und werden hier die Nacht verbringen.

Bis bald.

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